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Bericht zum 2. Wirtschaftsgipfel der CVP des Kantons Aargau

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Am 19. März 2014 folgten rund 100 Interessierte der Einladung zum 2. Wirtschaftsgipfel im Campus Windisch der Fachhochschule. Die Hauptreferentin, Frau Prof. Dr. Ursula Renold, Präsidentin des Fachhochschulrates, betonte in ihrem Vortrag die Bedeutung des Zusammenspiels von Bildung und Innovation für den Kanton Aargau. Das Hauptreferat von Frau Renold wurde umrahmt von einer Einführung zum Bau der neuen Häuser 5 und 6 auf dem Campus Windisch durch den aargauischen Kantonsbaumeister, Herr François Chapuis und einer abschliessenden Führung durch diese Bauten.

An Hand aussagekräftiger Graphiken stellte Frau Prof. Renold plausibel die Bedeutung von Forschung, Innovation und Markt für die Entwicklung eines Produktes dar und stellte die Funktionen von Universität, Fachhochschule und Unternehmen dar. Auf der Karte des Aar-gaus zeigte sie sehr anschaulich die günstige Verkehrslage und die wichtigsten Standorte der Forschungseinrichtungen wie auch die regionale Verteilung der verschiedenen Branchen (z.B. Pharma, Kunststoffe, Elektro oder Medizinaltechnik). Ebenfalls stellte sie die Schwerpunkte der Fachhochschule dar und verknüpfte die Fachhochschule mit dem Higtechzentrum Aargau in Windisch als Drehscheibe des Technologietransfers.

Unser Berufsbildungssystem ist weltweit Spitze!
Im zweiten Teil des spannenden Referates erinnerte sie die Teilnehmenden an den Aufbau unseres dualen Berufsbildungssystems mit seinen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten wie auch der Durchlässigkeit in verwandte Berufsfelder und in anspruchsvollere Tätigkeiten. Zu Recht betonte sie die sehr hohe Qualität (Weltmeister!) dieses weltweit fast einmaligen Berufsbildungssystems. Dabei legte sie auch Wert auf die Feststellung, dass eine fundierte Grundausbildung mit entsprechenden Weiterbildungschancen mindestens ebenso wichtig ist wie eine hohe Maturitätsquote und viele Akademiker. (Der Berufsweg der Referentin zur Hoschulprofessorin begann mit einer KV-Lehre!)

Unsere Chancen trotz Rohstoffarmut und Bevölkerungsentwicklung
Schliesslich äusserte die Referentin Gedanken zur demographischen Entwicklung bei uns. Allein schon die Tatsachen, dass heute die Ausbildungszeiten länger werden, die Weiterbildung mehr (Arbeits-)Zeit beansprucht und die Bevölkerungsstruktur ändert verlangen selbst bei gleichbleibender Produktionsleistung nach mehr Arbeitskräften. Das Reservoir an ausländischen Arbeitskräften ist jedoch beschränkt und politische wie auch weltwirtschaftliche Entwicklungen lassen diese Quelle möglicherweise in Zukunft weniger ergiebig sprudeln. Ein gewisses Potential besteht in einer noch weitergehenden Rationalisierung der Arbeitsabläufe. Ferner gilt es, den gut ausgebildeten (vorab weiblichen!) Arbeitskräften optimale Bedingungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf bereitzustellen, z.B. mit attraktiven Arbeitszeitmodellen.
Als rohstoffarmes Land ist unsere Gesellschaft und Wirtschaft auf gut ausgebildete Berufs-leute angewiesen. Pioniergeist, Schaffenskraft und Innovation sind wichtige Voraussetzungen für den Erhalt unseres Wohlstandes. Staat und Wirtschaft müssen zusammen die Voraussetzungen für die qualitative Weiterentwicklung erhalten und pflegen. Die Meinung der Referentin: Dazu sind wir auf gutem Weg!

Die Hülle für die Fachhochschule
Zur Einführung des Referates von Herrn Chapuis prasselten im Eiltempo Bilder über die Entstehung der neuen Bauten vor den Augen der Teilnehmenden über die Leinwand. Während 30 Sekunden erschien jede Sekunde für jeden Monat ein Bild. Und hinter jedem Bild steckten im Durchschnitt 5 Millionen verbaute Kosten, was die Gesamtsumme von rund 145 Millionen ergibt.
Auf eindrückliche Weise skizzierte der Referent in knappen Zügen die Entstehungsgeschichte der neuen Campus-Bauten und erwähnte auch, dass der Campus weit mehr ist als die neu erstellten Gebäude 5 und 6. Das geschichtsträchtige Gelände besiedelten bereits den Römern, ein Schmelzofen wurde bei den Ausgrabungen gefunden und ist heute noch im Zugang zur Einstellhalle dem Publikum zugänglich.
Nach etlichen planerischen Vorarbeiten und einem nicht ganz einfachen Landerwerb konnte am 21. März 2011 mit dem Bau begonnen werden. War zunächst die Erstellung durch einen Totalunternehmer und die anschliessende Miete durch die Fachhochschule aktuell (sog. Public Priviate Partnership) so änderte sich diese Vorgehensweise – auch mitgeprägt durch die Finanzkrise – im Laufe der Bauzeit und der Kanton übernahm durch seine speziell für diese Zwecke gegründete Finanzierungsgesellschaft Immobilien FHNW das Eigentum an den für die Fachhochschule benötigten Teilen der Gebäude. Im Herbst 2013 konnte die Fachhochschule ihre Räume beziehen.

In einem kurzen Rückblick zeigte der Referent verschiedene Meilensteine und Stolpersteine auf dem Weg zum heutigen Campus Windisch-Brugg auf. Er erwähnte politische wie auch wirtschaftliche Einflüsse auf dem Weg von der Idee zur Realisierung und manch einem unter den Teilnehmenden wurde wieder bewusst, wo und wie auch er an diesem Prozess teilnahm.
Schliesslich erläuterte er auch graphisch sehr einprägsam die verschiedenen Zusammenhänge zwischen der Hülle der Fachhochschule (Bauten), der Betreiberin der Fachhochschule (4 Kantone) und der Rolle des Kantons Aargau (Finanzierer der Bauten in Brugg-Windisch).
Kurz, aber prägnant war die Moderation der Veranstaltung durch die Präsidentin sowohl der Kommission Wirtschaft und Finanzen der CVP Aargau als auch der CGU Aargau, der Christlichen Gewerbe- und Unternehmervereinigung innerhalb der CVP. Frau Dr. Christine Hehli Hidber bedankte sich bei den Referenten mit einem Gruss aus dem Seetal und die Teilnehmenden unterstützten diese Geste wie auch die jeweiligen Referates mit kräftigem und lange anhaltendem Applaus.
Den Abschluss des Wirtschaftsgipfels bildeten eine Führung durch die neu erstellten Bauten des Campus, alternierend mit einem Stehapéro riche bei der SV-Bar im Hause 5.

Der 1. Wirtschaftsgipfel im März 2013 in Villmergen und der 2. Wirtschaftsgipfel im Campus Brugg/Windisch waren erfreuliche Versuche mit gutem Echo. Der 3. Wirtschaftsgipfel wird wohl schon als Tradition gelten.

Auf Wiedersehen im Jahre 2015!

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