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Die Bedeutung der AWG (CGU) und der Freiheit

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Anlässlich der Generalversammlung der CGU Aargau konnte als Referent Nationalrat Gerhard Pfister aus Zug, Präsidiumsmitglied der CVP Schweiz und Präsident der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft Wirtschaft und Gesellschaft (AWG) gewonnen werden. Er machte ein eindrückliches Plädoyer für die Freiheit.

Zu Beginn des Referates unterstrich er die Bedeutung der CVP für die Wirtschaft, ebenso die Bedeutung der Arbeitsgemeinschaft Wirtschaft und Gesellschaft für die CVP. Die Aufgaben und Funktionen der AWG, wie sie in den anderen Kantonen heisst, übernimmt im Aargau die CGU.

Dass die Wirtschaft die CVP braucht, begründete Nationalrat Gerhard Pfister mit dem Bekenntnis der CVP zu gesundem Wettbewerb, der Leistung ermöglicht und fördert, ohne dies als unmenschlich zu betrachten. „Wir wollen eine Wirtschaft, welche Erträge optimieren soll, auch auf gesunden Egoismus setzt, die Gewinnmaximierung jedoch nicht als einziges Ziel hat. Eine Wirtschaft, die nicht Selbstzweck ist, sondern die individuelle und gemeinsame Wohlfahrt fördert.“ sagte er.

Denn Eigenverantwortung und Solidarität seien keine Gegensätze. Auf jeder Stufe der Gesellschaft habe der Mensch Verantwortung zu tragen für sich und die anderen nach seinen unterschiedlichen Begabungen, Möglichkeiten und Kräften. Das Erzielen von Gewinnen und die Steigerung des Unternehmenswertes sind alles andere als unmoralisch, sondern gehören zur sozialen Pflicht des Unternehmens. Ohne Gewinne gibt es keine Investitionen, keine Innovationen, keine Arbeitsplätze und keine Steuern. Unternehmerisches Verhalten bedeutet aber auch, sich politisch in diesen Staat einzubringen und die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft und die Gesellschaft mitzugestalten.

In diesem Sinne erfüllt die AWG eine wichtige Aufgabe für die CVP als Begegnungsort für Personen, Unternehmer, CVP-ler, die sich treffen und austauschen können mit Politikern und ihre Anliegen direkt einbringen auf kantonaler Ebene und auf Bundesebene. Oder wie es die Charta der AWG sagt: Der AWG ist es wichtig, dass die CVP neben der unbestrittenen Werte-und Sozialkompetenz auch über Wirtschaftskompetenz verfügt und diese bewusst pflegt. Die Gründer der schafften 1982 eine Gegenbewegung zu denjenigen, welche den Staat ständig mit neuen Ansprüchen und Forderungen konfrontieren. Heute trägt die AWG dazu bei, dass die CVP bei aller Solidarität zugunsten jener, welche auf Unterstützung angewiesen sind, in diesem verhängnisvollen Wettbewerb um allumfassende staatliche Leistungen nicht mitmache und dass Unternehmer, Gewerbetreibende und Kaderleute in der Wirtschaft eine politische Heimat haben können.

„Die CVP braucht die AWG, immer noch und mehr denn je.“ sagte Gerhard Pfister. „Sie braucht sie deshalb, weil die AWG die christliche Idee der Freiheit hoch hält. Die Freiheit ist bedroht, weil sie immer unbequem war und jetzt selbstverständlich geworden ist. Sie ist unbequem, weil Freiheit Eigenverantwortung verlangt, Risikobereitschaft, unternehmerisches Denken. Freiheit bringst Unsicherheit und Wagnis. Selbstverständlich ist sie geworden, weil wir immer weniger merken, dass die Schaffung und Erhaltung der Freiheit anstrengend ist. Bis weit in bürgerliche Kreise traut man es dem Staat eher zu als den eigenverantwortlichen Menschen, politische und gesellschaftliche Probleme zu lösen. Mit Gesetzen, mit Steuergeldern mit Abhängigkeiten vom Staat.“

Wir sind alle für die Freiheit, solange sie nichts kostet. Und wenn sie etwas kostet, wird sie zur Frage des Preises, der Bequemlichkeit. Beispiel: Warum akzeptieren wir, dass Putin in seinem Einflussbereich die Freiheit der Ukraine bekämpft, die freien Wahlen verhindert, und Fakten der Macht vor das Recht stellt? Warum wehrt sich da Europa nicht, sondern kuscht, und warum beruft sich das Ursprungsland der Freiheit, die Schweiz, wie wir das selbst ja behaupten, auf die Neutralität und akzeptiert dass Macht vor Freiheit kommt? Hätte diese Haltung der Eidgenossen seinerzeit den Vogt Gessler auch so beeindruckt, wie sie es jetzt Putin tut? Tell hätte nicht nichts getan, sondern er würde heute Putin so wie damals Gessler behandeln.“

Der Präsident der AWG Schweiz unterliess es aber nicht zu mahnen, dass je mehr mehr die Freiheit missbraucht wird, umso mehr sie auch eingeschränkt werden müssen. Die wichtigsten und massivsten Einschränkungen der Freiheit sind nicht das Werk böser Mächte, sondern das Fehlverhalten von gewissen Leuten. Wenn sich ein paar Leute zu viel Lohn zuschieben, führt das zu einer Einschränkung der Freiheit der Unternehmensleitungen, Stichwort Minder Initiative. Wenn Hooligans Züge demolieren, braucht es halt Massnahmen, die auch andere Zugfahrende beeinträchtigen.

Die AWG pflegt diesen Dialog über Freiheit, Eigenverantwortung und nachhaltiges Unternehmertum. Mit den anderen Vereinigungen der CVP und vor allem mit den Exponentinnen und Exponenten der CVP.

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